Gipfelbuch - Details

Pizol, 2844 m.ü.M.

Shepherd (Tourengänger)
17.07.2009, 14:29
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Detail


Gipfelinformationen

Pizol, 2844 m.ü.M.
CH - Glarus - St. Gallen
748266 | 202738 (Schweiz)
46:57:33:N | 9:23:12:E

Routeninformationen

- ( Alpine Wanderung)
Mit einem dezent vor sich herrostenden Schrotthaufen namens Pizolbahn bis Furt 1522 m, Böden, Pizolhütte 2227 m, Wildseeluggen 2493 m, Pizolsattel, Pizol 2844 m, Punkt 2696, Tersol, Gigerwald, alter Wanderweg via Gauis nach Vättis 943 m
1372 m

Verhältnisinformationen

02.10.2008
1 Person(en)
ja
Der Pizol ist ein vielbegangener Berg. Dementsprechend sind die im Internet nachzulesenden Schauermärchen höchst amüsant. Da ist der eine bis über die Heldenbrust in einer Pizolgletscherspalte eingesackt (soooo tief würde die Pamela Anderson nie sinken!), ein anderer berichtet von furchterregend steilen Stellen beim Abstieg nach Tersol und taxiert diese gleich mit seiner unmassgeblichen Note 4, ein dritter zeigt ein Foto einer jäh aufgerissenen Pizolgletscherspalte, und behauptet keck, die müsse auf dem Weg zum Gipfel tollkühn übersprungen werden… Da noch weiterer blühender Unsinn nachzulesen ist, habe ich Woody Allen nahegelegt, nach „Der Stadtneurotiker“ nun doch auch noch „Der Pizolneurotiker“ verfilmen zu wollen.

Bei meiner Tour war dann aber sonst keine andere Menschenseele im Gebiet unterwegs, nur die Hunde benahmen sich zuweilen (bevorstehender Wetterumschwung?) etwas neurotisch, aber so ein Hund ist halt auch nur ein Mensch…

Lohnende Tour, 20 km Distanz, total 1422 Meter rauf, deren 2001 runter, reine Marschzeit gegen neun Stunden. Ich empfehle die Tour in der angegebenen Richtung, weil so verschiedene Optionen von einer Hammertour (Start in Wangs) bis zur Warmduscher-Variante (mit Sesselilift bis zur Pizolhütte) offen stehen, dann Richtung Tersol angenehm in Schutt und Geröll hinunter gesurft werden kann und last not least besseres (Sonnen-)Licht fürs Fotografieren zu verzeichnen ist.
Der Sesselilift hat anscheinend seinen Betrieb eingestellt (das wissen aber offenbar die Bahnoffiziellen selbst nicht ganz so genau – wer informiert sein möchte, soll ggf. trotzdem vorher anrufen).

Landschaftlich schöner und sehr abwechslungsreicher Abstieg bis Gigerwald. Beim Weitermarsch nach Vättis bei Punkt 1080 unbedingt links zum alten Wanderweg abschwenken. Das ist zwar mit einem kurzen Gegenanstieg verbunden, jedoch wartet ein überaus hübscher Waldweg, mit venezianisch anmutender Brücke bei einem tiefen Tobel.

Etwas umständliche Rückreise von Vättis zur Talstation Wangs: Zuerst mit dem Postauto nach Bad Ragaz, dann mit dem Zug nach Sargans, und weiter mit dem Postauto nach Wangs. Nach 19.40 Uhr verkehrt letzteres jedoch nicht mehr, weil die sittsamen Wangser ab diesem Zeitpunkt zuhause (und ab 22.00 Uhr bei befohlener Nachtruhe im Körbchen) sein müssen.
Weitere Details, Fotos und Anlaufstelle für Feedbacks/Rückfragen:

www.flickr.com/photos/von-marazzi

NEU - Homepage: www.hikr.org/user/Shepherd