Gipfelbuch - Details

Ėl’brus (Elbrus)/Эльбрус, 5642 m.ü.M.

Sandra Schiller (Tourengängerin)
05.09.2010, 20:49
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Detail


Gipfelinformationen

Andere Region
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3353735 | 434445 (Schweiz)
43:21:12:N | 42:26:15:E

Routeninformationen
[Tourenführer-Version vom: 05.09.2010, 13:44]

Von Süden (Normalweg) (Berg-/Hochtour (Sommer) Berg-/Hochtour (Sommer))
Die Tour sollte nur bei vorhergehender Akklimatisation in 2 Tagen (Totalzeit am Berg etwa 30h) angegangen werden. Andernfalls sind mehrere Tage zur Höhenanpassung einzuplanen!

TAG 1: Vom Ausstieg des Sessellifts bei den Botchkis (3750m) gelangt man über eine Pistenraumenspur zur Priyut-Hütte (ehemals Diesel hut) auf 4020m. Etwas oberhalb dieser Hütte hat es kleine graue Hüttchen (Baucontainer) welche das beste Lager am Berg sind, Kochmöglichkeit ist dort vorhanden. Zur besseren Akklimatisation sollte man am Nachmittag am Besten noch zu den Pastukhova Felsen (4610m) aufsteigen und wieder zu den Hütten zurückkehren.

TAG 2: Die ganze Strecke zum Gipfel ist aus Sicherheitsgründen im Abstand von 50-100m mit Fähnchen markiert. Bis unter die Pastukhova Felsen besteht die Möglichkeit ein Raupenfahrzeug zu benutzen (kostet ab den Botchkis ca. 60,- Euro), was die Gipfelchancen deutlich erhöht, weil dann "nurnoch" 1050 Höhenmeter selbst zu bewältigen sind. Ab den Pastukhova Felsen geht es mässig steil (35°) dem Ostgipfel entgegen, anschliessend beginnt die lange Querung (Kosaja polka) in den Sattel (5400m) zwischen den beiden Gipfel. Anschliessend geht es steil (bis 40°) aufs Gipfelplateau des Westgipfels. Der höchste Punkt befindet sich am anderen Ende des Plateaus; zuletzt erreicht man ihn über einen kurzen steilen Hang. [Autoren]
1850 m

Verhältnisinformationen

20.08.2010
5 Person(en)
ja
Schönes Sonnenwetter, aber stark windig mit bis zu 100km/h Wind auf dem Gipfelplateau. Der Schnee, der während der Niederschläge der lezten Tage gefallen war, füllte - vom Wind transportiert - die Spur des Vorangehenden in nur wenigen Momenten wieder auf. Außerdem trugen z.T. die Tritte nicht und man rutschte wieder runter. Dies alles machte insbesondere die o.g. ansteigende Querung sehr mühsam.
Alles anziehen was geht! Ich hatte an den Beinen 4 Schichten an, am Oberkörper 7 inkl. Daunenjacke, an den Füßen Expeditionsstiefel (Scarpa Phantom 6000)! Und das war jeweils gut so und bei dem starken Wind keineswegs zuviel.

Die Organisations-Koryphäe vor Ort ist Liza (GO-Elbrus.com): Die Deutsche hat Russisch studiert und lebt seit über 10 Jahren dort, d.h. sie verfügt nicht nur über die erforderlichen sprachlichen Kenntnisse (mit Englisch kommt man hier nicht weiter), sondern auch über die hier notwendigen Kontakte. Diese Tour in Eigenregie zu machen erachte ich als schwer oder eher unmöglich - nicht wg. des Bergsteigerischen, sondern wg. der Organisation.
Die erste Nacht am Berg haben zur besseren Akklimatisation auf der Mittelstation "Krugozor" (3040m) verbracht. Die nächsten vier Nächte waren in grauen Baucontainern bei den Botchkis (3750m) untergebracht. Nach einem kompletten Ruhetag sind wir am Gipfeltag - wie allgemein üblich - mit der Raupe bis 4580m gefahren (60,- Euro). Ohne hätten wir - bei diesen Verhältnissen - den Gipfel wahrscheinlich nicht erreicht.
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