Gipfelbuch - Details

Wiggiswand

Jan Nagelisen (Tourengänger)
20.08.2010, 00:05
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Detail


Gipfelinformationen

CH - Glarus - St. Gallen
1153 Klöntal

Routeninformationen
[Tourenführer-Version vom: 20.08.2010, 00:23]

Chrüter Luz (Klettertour Klettertour)
Der Zustieg zu dieser Tour ist erstens nicht einfach und zweitens nicht leicht zu finden. Die Beschreibung im GLclimbs stimmt zwar, ist aber leider etwas sehr grob geraten.
Parkieren kann man beim Bauernhof oder respektive auf dem Platz der Fischzucht gleich dahinter(auf der LK Mettlen) zwischen Netstal und Näfels. Nun geht man in nördliche Richtung weglos über die Wiese zu dem Punkt wo der Schneisigenwald am nächsten zum Bach hinunter kommt. Hier geht man in den Wald. Darin findet man eine Steinmauer, welche man überquert. Von nun an steigt man in Nordöstliche Richtung (dh. also ansteigend, aber nicht gerade hochstechend) durch das Dickicht hoch. Auf den ersten paar Meter ist dabei kein Weg ersichtlich. Nachdem man schon etwas hochgestiegen ist, sollte man (mit Glück) auf Wegspuren treffen. Falls man die Spuren nicht gefunden hat und zu früh hochgestiegen ist, kommt man unter einen mit Grasbändern durchsetzten Steilaufschwung. Wichtig: Obwohl es so scheint als ob man da hochkommt, nicht versuchen!! Das Ganze ist länger als es von unten aussieht und vor allem der Fels brüchig und die Erdabschnitte lose! Stattdessen dem Felsband nach Norden folgen, bis man auf einen couloirartigen Einschnitt im Steilaufschwung und somit auch auf die Wegspuren trifft. Durch dieses Couloir wird bis an dessen Ende hochgestiegen (ca. T3). Nun wird das Couloir nach links (Süden) verlassen. Hier trifft man nun auf wirklich deutliche Wegspuren welche auf einem Band horizontal bis leicht ansteigend nach links führen. Diesem Weg folgt man nun eine Weile, bis man eine Art Felsnische erreicht (leicht überhängende Felswand). Es führen nun weiter Wegspuren nach links, diese sind allerdings falsch! Man wendet sich nun wieder nach Norden und steigt ca. 60m weiter. Nun sollte man die Fixseile sehen. Ihnen folgend in sehr steilem, meist erdigen Gelände zum angeschriebenen Einstieg, wobei kurz vor dem Einstieg noch eine kurze aber kräftige Felspassage an den Fixseilen hochgehangelt werden muss (T6, bei Nässe sehr heikel, da Fels rutschig!)

Dauer: findet man den Weg gute 30 min
Die Routenführung ist klar, einfach den Bohr- (meistens) Sticht- (einige in Länge 1 und 3) und Schlaghaken (selten, nur ca. 3 Stück) folgen.

L 1: Keine Angst, die Abstände zwischen den Haken sind nicht immer so gross wie ganz am Anfang. Dort musss man sich mächtig strecken. Weiter oben an 2-3 Stellen mal einen Griff im Fels halten um den nächsten Haken hängen zu können. Luxustand auf breitem Band.

L 2: Hoch bis unters Dach und über dieses (5m, Haken im Dach und vor allem an der Dachkante ziemlich nah gesetzt) zu relativ unbequemem Stand.

L 3: Die Einfachste der Route. Immer etwas nach rechts querend unter das Riesendach. Bequemer Stand.

L 4: Sagenhaft ausgesetzt gehts über das 12m ausladende Riesendach. Ist man darüber, ist die Seillänge aber noch nicht zu Ende. In senkrechtem Gelände führt sie weiter hoch und quert zum Schluss an den Stand. Achtung: Klettert man die ganze Länge durch, kann es zu extremem Seilzug kommen! Etwa nach zwei Dritteln der Seillänge hat es aber einen Standplatz mit zwei Bohrhaken (unverbunden). So ergeben sich zwei sehr kurze Seillängen (ca. 25 und 15 m), man erspart sich aber den Seilzug.



Dauer: Hängt stark davon ab, ob man sich das Artivklettern gewohnt ist oder nicht. Deswegen 3-7 Std.



Abseilen: Zuerst von oben ca. 15m zu gut sichtbarem Stand über der grossen Dachkante. Dann von dort in ca. 40 freihängenden Metern bis zum Stand der ersten Seillänge. Achtung: Hier gleich bei der grossen Dachkante mit Pendeln beginnen (so gut es geht), sonst bekommt man unten Mühe den Standplatz zu erreichen! Nun noch über die erste Seillänge zum Einstieg runter.



Die Route kann sowohl nach der ersten (1x Abseilen), der zweiten (1x abseilen, reicht ein 50m Doppelseil??) und nach der dritten Seillänge (2x abseilen) verlassen werden. [Autoren]
80 m

Verhältnisinformationen

19.08.2010
2 Person(en)
ja
Da es noch überall etwas feucht war, landeten wir hier. Zum Klettern geht das gut, für den Zustieg ist das allerdings ziemlich unangenehm. Wichtig, dass man sich im Zustieg genau an die obige Beschreibung hält. Wir sind zu früh gerade hoch und haben uns dann über die brüchigen Fels-, Moos- und Erdbänder hochgekämpft (T6+ und echt gefährlich!!). Die Fixseile waren dann auch nass und rutschig zu halten. Mit etlichen Verhauern und suchen 2 Std zum Einstieg. (Wenn man den Weg findet ist man aber in 30 Minuten oben).



Die Route geht dann gut. Man muss einfach absolut schwindelfrei sein. Ein bisschen Kraftreserven in den Armen schaden auch nicht ;-).



Wird selten begangen. Wir waren die 3. Seilschaft dieses Jahr.
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