Gipfelbuch - Details

Om Cupign, 2219 m.ü.M.

Shepherd (Tourengänger)
12.07.2009, 22:55
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Detail


Gipfelinformationen

Om Cupign, 2219 m.ü.M. Guter Eintrag
CH - Tessin
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681821 | 124992 (Schweiz)
46:16:16:N | 8:30:0:E

Routeninformationen

- (Alpine Wanderung Alpine Wanderung)
Cimalmotto 1374 m, Fiümigna 1285 m, Alpe di Sfii, Lago di Sfii, weglos zum Südgrat Om Cupign, Om Cupign 2219m, Cima del Lago, Lago del Pèzz, ab hier wieder Wegspuren nach Fümigna, Rovana-Brücke 975 m, Piano di Campo 1187 m
1020 m

Verhältnisinformationen

08.07.2009
1 Person(en)
ja
…drei Dinge muss ein Mann in seinem Leben vollbringen: Einem Stärkeren einen Kinnhaken verpassen (um anschliessend selber gnadenlos verprügelt zu werden), einem Idioten recht geben (obwohl er im Unrecht ist – dazu erst noch ein freundliches Gesicht* machen) und den OM CUPIGN besteigen. Als ich kürzlich meine Narben betrachtete, und von einem Idioten beim Vorbeigehen äusserst freundlich gegrüsst wurde, hielt ich die Zeit für gekommen, diesen dritten Quest anzugehen (womit der Om Cupign nun auch seine längst fällige Première in diesem Gipfelbuch feiert).

Dafür fährt man zuerst so weit es geht das Rovanatal hinauf zum malerischen Dörfchen Cimalmotto. Hier beginnt diese äusserst abwechslungsreiche – mitunter aber auch recht anspruchsvolle - Rundtour, die insgesamt eine Distanz von 14 km aufweist, 1308 Höhenmeter rauf und 1495 runter geht und eine Marschzeit von mindestens sieben Stunden (eher an die acht) beansprucht.

Immer noch z.T. grössere Schneefelder (und das zu dieser Jahreszeit, eher niedriger Höhe und im Tessin!), manchmal praktisch, manchmal mit Vorsicht zu geniessen (dünn gewordene Auflage in groben Geröll- und Blocksteinhalden mit Spalten und Löchern).
Oberhalb vom Lago di Sfii sind die meist abschüssigen Hänge von Felsbändern und –wändchen sowie von groben Geröll- und Blocksteinhalden durchzogen. Um zum Grat zu gelangen, geht man zuerst zu den zwei Steinhäuschen von Corte del Lago. Hier wählt man am besten eine durchgehend nach Nordosten gerichtete Aufstiegsroute. Zuunterst gibt es vereinzelt ganz kleine Steinmannli (der nächste soll bitte etwas Steindünger mitnehmen, damit die kleinen Kerle kräftig wachsen!), weiter oben findet man zwei, drei grössere Exemplare. Der Hang wird massiv steiler und verlangt zunehmend Klettereinlagen in den grasdurchsetzten Schrofen (bei Nässe nicht machbar). – Anschliessend folgt man dem Grat bis zum Gipfel, wobei die letzten zwanzig Meter etwas ausgesetzt sind.

Auf dem Gipfel findet man ein schönes Kreuz und die Aussicht ist sehr beeindruckend. Da man auch den Parkplatz von Cimalmotto sehen kann, realisiert man sofort, falls der fahrbare Untersatz geklaut wurde (diese Bergtour wird deshalb auch von UNODC – Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung - aufs wärmste empfohlen!).

Um später zum Lago del Pèzz abzusteigen, überquert man am besten den Cima del Lago (alles dem Grat entlang, Felsbarrieren werden rechts – also westlich – umgangen), bis man zur kleinen Einsattelung vor dem Cima di Cregnell gelangt. Hier kann man gut absteigen, wobei darauf zu achten ist, dass man immer Kurs nach Osten hält (der See ist lange Zeit nicht sichtbar). Am südöstlichen Ufer sind dann Wegspuren zu verzeichnen, die aber manchmal durchaus „Von Weg keine Spuren“ bedeuten können; speziell bei/nach Corte del Pèzz muss man aufpassen, nicht zu weit nördlich abzudriften (Niemandsland, später durchsetzt mit Felsabbrüchen).

Am Schluss steht dann noch eine Gegensteigung von 200 m nach Piano di Campo auf dem Programm. Wer seinen Käfer in Cimalmotto ausgesetzt hat, benötigt eine weitere Stunde, um dorthin zu gelangen (meist auf der Autostrasse, keine schöne Sache, obwohl der Verkehr so zwischen null und zwei Fahrzeugen pro Stunde ausmacht). Um 16.40 und 18.40 Uhr fährt jedoch ein Postauto bergwärts, wenig später gleich wieder talwärts.
NEU: Viele zusätzliche Fotos, Karte, Profil etc. unter

www.hikr.org/tour/post14759.html

Weitere Bergtouren in der Schweiz mit über 4'000 Fotos unter

www.flickr.com/photos/von-marazzi



* das, meine lieben Leute, ist wohl das allerschwierigste!
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